Die Entwicklung der E-Zigaretten

Das Konzept der E-Zigarette wurde 1963 von Herbert A. Gilbert patentiert. Die heutigen E-Zigaretten sind jedoch die Entwicklung eines chinesischen Geschäftsmannes im Jahr 2003. Sein damaliger Arbeitgeber führte die E-Zigarette zwischen 2005 und /2006 auf dem chinesischen und anschließend im europäischen Markt ein.

Was ist eine E-Zigarette?

E-Zigaretten sind elektronische Kleingeräte zum Verdampfen von Liquids, welchen auch Nikotin beigemischt werden kann. Der aromatisierte Dampf wird zu Genusszwecken inhaliert, aber auch mit dem möglichen Gedanken einer Entwöhnung vom Zigarettenkonsum. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Zigarette findet kein Verbrennungsprozess statt und damit auch keine Rauchbelästigung.

Der Aufbau einer E-Zigarette

Die E-Zigaretten setzten sich in der Regel aus drei Bestandteilen zusammen:

Die Akkueinheit

Die Akkueinheit ist mit einer Akkuzelle und der Elektronik ausgestattet. Die Akkuzelle ist entweder fest verbaut oder kann herausgenommen werden.

Der Verdampfer

Der Verdampfer setzt sich zusammen aus dem Tank für das Liquid und dem Verdampferkopf.

Das Mundstück

Das Mundstück dient dazu, den Dampf zu inhalieren.

Wie funktionieren die E-Zigaretten?

Es gibt verschiedene Modelle von E-Zigaretten, alle funktionieren mit einem eingebauten oder austausch- und wieder aufladbaren Akku. Der Akku startet auch den Verdampfungsvorgang.

Akku

Die E-Zigaretten können je nach Modell mit zwei verschiedene Arten von Akkus ausgestattet sein. Bei der Akkueinheit ist die Akkuzelle mit dem Außengehäuse und der Elektronik fest verbaut und nicht entfernbar.
Der Akkuträger besteht aus mehreren Einzelteilen, dazu gehören die Außenhülle, die Akkumulatoren sowie die Einheit der Elektronik.

Der Verdampfer ist der Atomizer und je nach Modell ist die E-Zigarette mit einem Tankomizer, einem Cartomizer oder einem Clearomizer ausgestattet.

Der Tankomizer

Der Tankomizer Verdampfer verfügt über einen abnehmbaren Tank.

Der Cartomizer

Der Cartomizer hat das Wattedepot bereits in der Mitte des Heizwendels integriert.

Der Clearomizer

Der Clearomizer verfügt über eines oder mehrere Sichtfenster, welche die Sicht auf das Innenleben des Verdampfers ermöglichen, um den aktuellen Stand der Flüssigkeit zu prüfen.

Der Unterdruckschalter und die Dampftaste

Je nach Akku wird der Verdampfungsvorgang automatisch durch das Ziehen am Mundstück durch einen Unterdruckschalter oder durch das Drücken der Dampftaste auf der Oberseite des Akkus gestartet. Beide Vorgängen setzen den Heizwedel des Verdampfers in Betrieb, welcher das Liquid in Dampf umwandelt.

Die Fünf-Klick-Abschaltautomatik

Einige Dampftasten verfügen über eine Fünf-Klick-Abschaltautomatik, damit lässt sich der Akku über die Dampftaste ein- und ausschalten.

Die Lebensdauer von E-Zigaretten

Die Teile von einer E-Zigarette sind Verschleißteile und müssen zwischendurch ersetzt werden. Die Haltbarkeit hängt beispielsweise von der Verarbeitung, der Nutzung und dem Nikotingehalt im Liquid ab.

Die Lebensdauer der Akkueinheit

Die Akkuzelle verliert nach zirka 500 Ladezyklen stetig an Leistung. Aus diesem Grund sind die Akkueinheiten, bei welchen die Akkuzelle auswechselbar ist, langlebiger.

Die Lebensdauer des Verdampfers / des Verdampferkopfs

Der Verdampfer respektive der Verdampferkopf weist eine weniger lange Haltbarkeit als die Akkueinheit auf und muss in der Regel nach wenigen Wochen ausgewechselt werden.

Die Ladestandanzeige

Diverse Akkus von E-Zigaretten besitzen eine Ladestandanzeige, welche den aktuellen Akkustand anzeigt. Die Anzeige kann je nach Akkumodell variieren:

• Eine LED-Lampe, welche je nach Ladezustand in unterschiedlichen Intervallen aufblinkt.
• Verschieden farbige LED-Lampen zeigen den Ladezustand in unterschiedlichen Farben an.
• Durch ein OLED-Display, dieses zeigt den genauen Ladestand in Prozent an.

Die verschiedenen E-Zigaretten

Die E-Zigaretten sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich äußerlich sowie in der Funktionalität und der Leistung.

Die Einweg E-Zigaretten

Bei den Einweg E-Zigaretten ist der Akku bereits aufgeladen und der Tank gefüllt. Sie haben eine bestimmte Anzahl Züge und können nicht aufgeladen oder aufgefüllt werden.

Die Startersets

Bei den Startersets fehlt unter anderem die Möglichkeit, den Zugwiderstand einzustellen, um sicherzustellen, dass der Einsteiger nichts falsch machen kann.

Regulierbare E-Zigaretten

Bei den regulierbaren E-Zigaretten sind die Wattanzahl sowie der Zugwiederstand frei wählbar, sodass die Geschmacksintensität und das Dampfvolumen individuell angepasst werden können.

Wie stark erhitzen sich die E-Zigaretten

Im Vergleich zu den herkömmlichen Zigaretten ist die Hitze relativ niedrig. Der dadurch zustande kommende Prozess der Verbrennung ist für die gesundheitsschädigend molekularen Veränderungen von den Inhalts- und Zusatzstoffen im Tabak verantwortlich.

Inhaltsstoffe im Liquid

Die Inhaltsstoffe sind vom Hersteller abhängig. In der Regel bestehen diese aus ungefähr neunzig Prozent Propylenglykol und vegetablem Glycerin. Dazu kommen Aroma- und Geschmacksstoffe sowie Zucker und Nikotin in variablen Anteilen. Seriöse Hersteller deklarieren alle Inhaltsstoffe vollständig, welche im Lebensmittelgesetz in Europa verankert sind.
Als Alternative können die Liquids aus der Basisflüssigkeit, den Aromen und bei Bedarf mit Nikotin, selber gemischt werden.

Sind die E-Zigaretten schädlich?

Bisher wurden noch keine wissenschaftlichen Langzeitstudien durchgeführt, trotzdem ist jeder Nikotingenuss schädlich, über die Tragweite in der verdampften Form lässt sich aufgrund fehlender Studie keine abschließende Aussage machen. Zudem können Aromen und andere Inhaltsstoffe allergische Reaktionen auslösen. Was klar ist, dass durch den Verdampfungsprozess der E-Zigaretten nur ein Promillebruchteil der schädlichen Substanzen in den Blutkreislauf gelangen.

Wo sind die E-Zigaretten erhältlich?

Die E-Zigaretten können in E-Shops und teilweise an Kiosken erworben werden. Die größte Auswahl jedoch findet sich im Onlinehandel.

Welche Aromen sind für E-Zigaretten erhältlich?

Aromen sind in allen möglichen Varianten erhältlich; grundsätzlich können alle Lebensmittelaromen eingesetzt oder beigemischt werden. Von ölhaltigen Aromen jedoch wird Gesundheitsgründen abgeraten, diese sind auch für die Geräte nicht geeignet.

Wie kostet eine E-Zigarette?

Die E-Zigaretten sowie die Liquids sind in verschiedenen Preiskategorien erhältlich, je nach Vorstellung und Qualität.

Wissenswertes

Der erste Einsatz eines Verdampferkopfes

Nach dem ersten Befüllen de Verdampfers sollte ungefähr dreißig Minuten bis zum Einsatz gewartet werden.

Die richtige Zugtechnik

Der Zug bei einer E-Zigarette sollte langsam und länger ausfallen als bei einer herkömmlichen Zigarette, weil das Liquid zuerst vom Tank in die Heizwendel gelangen muss. Weiterhin sollte zwischen zwei Zügen genügend Zeit sein, damit sich der Verdampferkopf wieder vollsaugen kann.

Die Wartung der Bestandteile einer E-Zigarette

Der Akku sollte regelmäßige gereinigt und das Gehäuse vom Verdampfer mit Wasser ausgespült und getrocknet werden, vor allem dann, wenn ein neues Liquid zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu den Clearomizern aus Glas sind die Clearomizer aus Kunststoff nicht unbedingt resistent gegenüber den mentholhaltigen Liquids und sollten eher mit klaren Liquids gefüllt werden.
Ganz generell setzen die säure- sowie nikotin und mentholhaltigen Liquids dem Verdampferkopf eher zu als die klaren, nikotinfreien Liquids und müssen deshalb auch öfter ausgetauscht werden.